Glanzlichter des Sports
Glanzlichter des Sports
Am 24. Februar 2024 fand in Stendal im „Schwarzen Adler“ der erste Sportlerball statt.
Im Rahmen dieser Veranstaltung findet seither eine besondere Ehrung statt.
Die „Glanzlichter des Sports“ werden seitdem einmal im Jahr ausgezeichnet, dabei wird ein Sportler, ein Übungsleiter/Trainer und ein
Funktionär für vorbildliche sportliche Lebensleistungen geehrt.
Wir bitten alle Vereine, ein Vereinsmitglied für die Ehrung in einer der 3 Kategorien mit
entsprechender Begründung vorzuschlagen.
Für den Vorschlag sind folgende Kriterien zu berücksichtigen:
1. Langlebigkeit: Ein Glanzlicht des Sports sollte über einen längeren Zeitraum
hinweg erfolgreich gewesen sein und eine konstante Leistung gezeigt haben.
Dies kann durch eine lange Karriere als Sportler, als Übungsleiter, als
Funktionär, eine hohe Anzahl an Spielen oder Wettkämpfen oder eine
kontinuierliche Verbesserung der Leistung erreicht werden.
2. Vorbildfunktion: Ein Glanzlicht des Sports sollte als Vorbild für andere Sportler,
Übungsleiter oder Funktionäre dienen. Dies kann durch Respekt, Fairplay,
Teamgeist, langjährige Förderung des Sports oder soziales Engagement zum
Ausdruck kommen.
Über die Preisvergabe entscheidet das KSB-Präsidium.
Glanzlichter 2024
Die ersten Glanzlichter aus dem Jahr 2024 von links: Klaus Obst, Isolde Schenk, Ekkehard Wulfänger
Kategorie Übungsleiter/Trainer: Isolde Schenk
Isolde Schenk – Arneburger Leichtathletikverein e.V.
Wie man erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler auf einem Acker macht, weiß eigentlich eine Trainerin ganz genau. Mehr als eine Aschebahn, die mehrheitlich aus Steinen und Unkraut bestand, eine Weitsprunggrube, bei der sich die vom SC Magdeburg damals ausrangierten und zur Verfügung gestellten Tartanteppiche wölbten und eine kleine Turnhalle standen ihr nicht zur Verfügung. Sie schaffte es dennoch, dass dieser Sportplatzacker ein Leistungsstützpunkt und 2021/2022 sogar Landesstützpunkt in der Sportart Leichtathletik wurde. Diese Zustände würden, vermutlich, jede Sportlerin und jeden Sportler zum Entsetzen bringen. Und dennoch hat sie ein Gespür, wie man Talente erkennt und unter diesen Bedingungen fördert.
Wenn man ihre Athletinnen und Athleten fragt, woran sie sich am meisten erinnern, dann sind es nicht die Treppenläufe am Burgberg oder die Rundenläufe in der kleinen Halle und die ständigen Ermahnungen, dass doch der zweckentfremdete Volleyball weggelegt werden soll oder man die Pausen am liebsten quatschend in der Umkleide verbracht hatte, mit der Hoffnung, dass es nicht auffällt und man so vielleicht den einen oder anderen Lauf entkommen konnte, sondern ihre Art, wie sie sich stets für ihre Athleten einsetzte und sich um sie kümmerte. Dieser unermüdliche und bedingungslose Einsatz ist nicht nur eine Passion zum Sport, sondern sie möchte den Athletinnen und Athleten eine Perspektive bieten. Sie fährt mit den Athleten nach Magdeburg zum Training, organisiert jedes Jahr zu Ostern ein Trainingslager, unterstützt sie oftmals auch nach einem Wechsel zur Sportschule und steht den Eltern und Athleten mit Rat und Tat zur Seite. Sehr viele ihrer ehemaligen Schützlinge pflegen auch nach so vielen Jahren noch den Kontakt mit ihr. Sie veranstaltet Schulvergleichswettkämpfe und den jährlichen Silvesterlauf. Sie möchte, dass sich jeder den Sport leisten kann. Sie ist ständig auf der Suche nach Sponsoren, damit den Kindern kostenlose Wettkampfkleidung und Spikes zur Verfügung stehen, der Verein alle Startgebühren für die Wettkämpfe übernehmen kann und versucht, das benötigte Vereinsmaterial wie Bälle, Kugeln und Hürden zu besorgen.
Auf dem Wettkampfplatz kennt jeder diese kleine quirlige Frau, die gern mit jedem ein Pläuschen hält, immer ihre Thermoskanne mit Kaffee und ein Stullenpaket mit Möhren und Äpfeln dabei hat, womit sie nicht nur sich selbst, sondern oftmals auch die Athleten und Eltern mit versorgt. Wenn dann jemand keine Turnschuhe oder Spikes hat, werden dem einen die Schuhe schnell ausgezogen, damit der andere Athlet am Start das richtige Equipment hat. Wenn man sie nicht sofort sieht, hört man sie über den ganzen Platz, ihre Athleten anfeuern und man weiß sofort, wo sie sich befindet. Gefühlt, ist sie überall und betreut alle Athleten gleichzeitig.
Sie war und ist für viele zu einer Ersatzmutti und zu einer Vorbildfunktion geworden. Auf sie ist immer Verlass und ohne sie würde es die Leichtathletik in Arneburg nicht mehr geben.
Sie selbst war nie eine erfolgreiche Leichtathletin. Eigentlich war sie eine passionierte Reiterin, aber nicht der Reitstall wurde ihr Zuhause, sondern der Leichtathletikplatz. Mit 11 Jahren fand sie mit dem Verein “Traktor Arneburg” den Weg zur Leichtathletik. Bevor sie als Übungsleiterin begann, machte sie ein paar kleine Wettkämpfe, aber sie merkte schnell, dass sie ein Händchen als Trainerin hatte, sodass sie mit 15 Jahren ihre Karriere begann.
Bis 2008 war sie Trainerin in der Abt. LA beim SV Rot-Weiß Arneburg und gründete 2009 den Arneburger LV. Dort ist sie nicht nur Trainerin, sondern auch Kassierin, Marketing- und Sponsoringverantwortliche, Platzwartin, Veranstaltungsorganisatorin und und und.
Seit 50 Jahren steht sie nun jeden Mittwoch und jeden Freitag auf dem Platz und hat unzählige Wochenenden bei Wettkämpfen verbracht, sodass ihre Tochter auf dem Sportplatz groß geworden ist und der Kinderwagen auch bei den Joggingrunden querfeldein geschoben wurde. Ihre Arbeit und ihre Urlaubszeit richteten sich nach den Trainingstagen und nach dem Wettkampfkalender.
Sie schaffte es, die Athletinnen und Athleten immer auf den Punkt vorzubereiten, ohne je einen schriftlich ausgearbeiteten Plan zu haben. Alles hat sie im Kopf und kann dennoch genau analysieren, was der einzelne Athlet braucht. Sie kann hundert Sachen auf einmal, ist überall und nirgends und hört einem dennoch genau zu.
Sie brachte nicht nur etliche Landesmeisterinnen und Landesmeister, sondern auch Mitteldeutsche, Norddeutsche und Deutsche Meister und Meisterinnen hervor. Seit der Wende gingen 8 Athletinnen und Athleten auf die Sportschule und etliche mehr hatten die Zusage. Von diesen Athletinnen und Athleten starteten Sina Berger, Felix Gehne, Anna Hinkelmann und ihre Tochter Gesine sogar international bei Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Team-Europacup oder den europäischen Jugendspielen. Sogar der ehemalige 1. Bundesliga Fußballspieler und Jugendnationalspieler, Christopher Lamprecht, lernte das “Schnelllaufen” bei ihr.
Isolde Schenk ist eine der erfolgreichsten LA-Trainerinnen in der Altmark. Dennoch stellt sie sich selbst nie in den Vordergrund, sondern möchte stets das Beste für die Athletinnen und Athleten und den Sport. Sie wird von ihren Trainerkollegen und vor allem von ihren Athletinnen und Athleten mehr als geschätzt. Daher freue ich mich, sie heute in der Kategorie Trainer als “Glanzlicht des Sports“ für ihre vorbildliche sportliche Lebensleistung auszuzeichnen.
Kategorie Funktionär: Ekkehard Wulfänger - SV Germania Klietz
Wir schreiben das Jahr 1964. Seit einem Jahr ist Konrad Adenauer kein Bundeskanzler mehr von Deutschland, nach der Ermordung von John F. Kennedy wird Lyndon B. Johnson zum 36. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt und Martin Luther King erhält den Friedensnobelpreis. Aber auch in einer Ortschaft im Landkreis ändert sich etwas.
Ein junger Lehrer aus Magdeburg beginnt ein Jahr zuvor, im Jahr 1963, seinen ersten Dienst an einer Oberschule. Er selbst bringt sich im örtlichen Verein schnell ein, jagt dort dem runden Leder auf dem Fußballplatz nach und trainiert die Mädchen im Handball. Im Verein und in der Ortschaft erkennt man sehr schnell, dass der geehrte Funktionsträger beispielhafte Eigenschaften besitzt wie kooperatives Auftreten, vereinsübergreifendes Denken, Geduld aber auch Beharrlichkeit und ein besonderes Maß an Zuverlässigkeit.
So bat man unser „Glanzlicht des Sports“ bereits ein Jahr nach dem Vereinseintritt eine Funktion im Vereinsvorstand zu übernehmen. Es ist jetzt nicht überliefert, ob es noch besondere Überredungskünste damals benötigte, jedoch nahm unser Glanzlicht im Jahr 1964 seine Vorstandsarbeit auf und übt diese weiterhin, und damit im 60. Jahr dauerhaft aus. Über viele Jahre war er Ansprechpartner im Verein als Geschäftsführer, aktuell bekleidet er die Funktion des Schatzmeisters.
Sein unermüdliches Engagement für den Sport und den Verein sind vorbildhaft. Für die Vereinsmitglieder ist er ein kompetenter Ansprechpartner und als Sportfreund immer mit Rat und Tat zur Seite, er organisiert was zu organisieren ist, kümmert sich um die Bürokratie, um Sorgen und Nöte der Vereinsmitglieder, löst Probleme, hat immer ein offenes Ohr und erledigt all die vielen Dinge, die getan werden müssen, um einen Verein am Laufen zu halten. Von all diesen Aktivitäten bekommen die meisten Mitglieder nur selten etwas mit.
Wenn man sich denn die Entwicklung des Vereins des Geehrten ansieht, den SV Germania Klietz, kann er stolz auf das Geleistete sein, was er gemeinsam mit seinem Team vollbracht hat. In sechs Abteilungen treiben im ländlichen Raum über 200 Personen Sport. Die Sportanlage in Klietz hat sich in den letzten Jahren, auch dank einer sehr guten Fördermittelakquise, zu einem echten Schmuckkästchen gemausert.
Bis zum 63. Lebensjahr spielte unser Geehrter aktiv Fußball, jetzt schiebt er in der Abteilung Bowling seine Kugeln. So eine Person wie unser Geehrter,mit 60 Jahren Vorstandsarbeit und dies als over Top mit dem Beruf Lehrer, ist für jede Ortschaft auch heutzutage unbezahlbar!
Für seine 60 Jahre andauernde Vorstandsarbeit beim SV Germania Klietz wird heute Ekkehard „Ekki“ Wulfänger mit einem Glanzlicht des Sports in der Rubrik Ehrenamt ausgezeichnet.
Kategorie Sportler: Klaus Obst
Es gibt Athleten, die gewinnen Medaillen. Es gibt Athleten, die prägen eine Ära. Und dann gibt es Sportler, die werden zu einer Institution, zu einem zeitlosen Vorbild für Generationen. Heute Abend richten wir das Scheinwerferlicht auf einen Mann, der genau das verkörpert: Ein wahres Glanzlicht unseres Sports, ein Phänomen an der Tischtennisplatte – herzlichen Glückwunsch an Klaus Obst!
Wenn wir heute in die Verbandsliga Sachsen-Anhalts blicken, sehen wir eine junge, dynamische Liga. Wir sehen internationale Talente, wir sehen die Jugend, die sich die Bälle um die Ohren haut. Und mittendrin? Ein fünffacher Familienvater, der mit stolzen 65 Jahren und einer fulminanten Bilanz von 8:2 der gesamten Konkurrenz zeigt, dass Klasse, Routine und sportliche Leidenschaft kein Mindesthaltbarkeitsdatum kennen. Klaus Obst ist nicht nur der Senior der höchsten Spielklasse unseres Bundeslandes – er ist ihr heimlicher König.
Dabei begann diese außergewöhnliche Reise schon vor über sechs Jahrzehnten:
1963, im zarten Alter von zehn Jahren, griff Klaus bei Chemie Schönebeck zum ersten Mal zum Schläger.
Nur sechs Jahre später führte ihn sein Ausnahmetalent auf die renommierte Sportschule nach Leipzig.
Er feierte Erfolge bei Deutschen Meisterschaften und internationalen Turnieren. Dass Tischtennis damals im DDR-Sportsystem nicht olympisch war und somit die ganz große Förderung ausblieb, bremste ihn nicht. Er kämpfte sich bis in die Nationalmannschaft vor.
Selbst als der Eintritt ins Arbeitsleben 1977 den Abschied aus dem Nationalkader bedeutete, blieb der Sport sein Lebenselixier. Ob als Nummer eins in der DDR-Oberliga bei Börde Magdeburg oder später bei Lok Stendal – Klaus Obst stand und steht für Tischtennis auf absolutem Spitzenniveau.
Seit 2010 schlägt sein Herz nun für den TSV Tangermünde. Und wie wichtig er dort ist, beschreibt sein Mannschaftskapitän Benjamin Haupt am besten: „Klaus ist ein ganz wichtiger Teil der Mannschaft, ob er spielt oder nicht. Seine Erfahrung und Routine hilft und stärkt uns in jeder Hinsicht.“
Doch das vielleicht emotionalste und schönste Kapitel seiner Karriere schrieb nicht der Profisport, sondern das Leben selbst. Im Sommer 2016 ging ein großer Herzenswunsch in Erfüllung: Sein Sohn Ulrich – eigentlich als starker Fußball-Torwart in der Region bekannt – wechselte nach Tangermünde, um mit seinem Vater in einer Mannschaft zu spielen. Und als die beiden im allerersten gemeinsamen Doppel gegen Magdeburg im Entscheidungssatz triumphierten, war das kein normales Match. Es war, wie Klaus selbst sagt, ein historischer Moment. Vater und Sohn, Seite an Seite an der Platte – ein Bild, das die pure Schönheit des Sports einfängt.
Liebe Gäste, mit 65 Jahren denken andere an den Ruhestand im Schaukelstuhl. Klaus Obst denkt an die Gesundheit, an den Teamgeist und an die nächsten zwei, drei Jahre im Punktspielbetrieb. Er steht an der Platte, weil er seine Mannschaft bei Personalmangel nicht im Stich lässt. Das ist kein Pflichtgefühl – das ist wahrer Sportsgeist! Mit 65 Jahren in der höchsten Liga des Landes so erfolgreich mitzumischen, ist eine überragende, eine einmalige Leistung.
Klaus, du bist der Beweis dafür, dass Alter nur eine Zahl ist, wenn das Feuer im Herzen brennt. Du bist ein Vorbild für die Jugend, eine Stütze für deinen Verein und ein absolutes Glanzlicht des Sports in Sachsen-Anhalt.
Wir verneigen uns vor deiner Lebensleistung, deiner Treue zum Sport und deiner sportlichen Klasse. Herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Ehrung!
Glanzlichter 2025
Kategorie Sportler: Helmut Neben - Kegelsport
Seine Karriere startete 1968 als Nordelber beim BSG Empor Grabow in der Bezirksliga Schwerin, in der er bereits 1970 den Jugendwart im Bezirk übernahm.
Doch 1972 zog es ihnen schnell zur BSG Veritas Wittenberge, wo er bis 1980
Verblieb und seinen Sport in der Oberliga DDR und in einer Sonderliga, sowie
Titelsammlung mit DDR-Mannschaftmeister 1977.
Mit dem Elbwechsel von Nord nach Süd 1980 betrat er neuen Bezirke und sicherte gleich mit Dynamo Stendal den FDGB Pokal
Nachdem er 1979 den Jugendwart abgegeben hatte, juckte es wieder unter den Fingernägeln und trat als Sportwart sowie Mannschaftsleiter der ersten bei Dynamo.
Unter dem PSV 58 sogar Mannschaftleiter in der 1. und 2. Bundesliga
In weiteren unterm PSV 58 und seit 2012 Stendaler KC sammelt er Kreis-,Altmark- und Landes Titel wie manche Pilze im Wald, mit einem Höhenpunkt in 2015 Bronze bei der Deutsche Meisterschaft.
Es ging nicht immer nur um sportliches Kegeln bei Charlie, er übernahm auch wieder ein amtl. Position. Ab 2002 war für 12 Jahre Sektion vorsitzender im Landesverband S-A.
All diese Leitung und Leistung spiegelt sich in Ehrennadel LVK S-A in
Bronze, Silber, Gold und der Ehrenspange und auch das DBKV erwies die in Ehren-
Nadel Bronze und Silber wieder.
Sein persönlicher Höhepunkt war die Ernennung zum Kader der Deutschen
Nationalmannschaft im Senioren Bereich, wo im Ländervergleich gegen Dänemark in Kopenhagen Schwarz-Rot-Gold vertreten durfte.
Wir werden halt alle nicht jünger und somit beendete er seine aktive Karriere und konzentrierte sich mehr auf das wöchtl. Würfeln und einer Lautstarken Fan Karriere.
































